Anfang Dezember 2024 fand sich das wichtigste Gremium der Zahnärztekammer Hamburg zur letzten Sitzung des Jahres zusammen. Die Delegierten konnten dem Bericht von Kammerpräsident Konstantin von Laffert entnehmen, dass abermals die Zahl der Ausbildungsverträge „ZFA“ in Hamburg auf einem Rekordniveau lägen. Das sei bemerkenswert und sei ein ein toller Verdienst der Hamburger Zahnarztpraxen. So sei die Berufsausbildung in den Praxen eine entscheidende Stellschraube beim aktiven Entgegenwirken des Fachkräftemangels. Das leidenschaftliche Engagement von Frau Dr. Brehmer und ihrem Team sowie die bundesweite ZFA-Kampagne unter Federführung der BZÄK, seien hier als Erfolgsfaktoren für ein „Mehr“ an geschlossenen Verträgen herauszuheben. Ebenfalls aus der BZÄK brachte von Laffert die Botschaft mit, dass es nun einen neuen GOZ-Werkzeugkasten gebe (Anmerk. Red.: siehe ausführliche Beschreibung in diesem HZB, S. 12). Dieser soll den Praxen dienen, um die GOZ noch besser für die Abrechnung privatzahnärztlicher Leistungen nutzen zu können. Erstmalig vorgestellt wäre das Online-Portal auf der Bundesversammlung der BZÄK, die diesmal Mitte November 2024 in Hamburg abgehalten worden sei. Da von der Bundesregierung und von Minister Lauterbach keine Unterstützung bei der dringend erforderlichen Punktwerterhöhung der GOZ zu erwarten sei, müsse sich die Zahnärzteschaft wieder einmal selbst helfen, dabei sei der Werkzeugkasten eine gute Hilfe für die Praxen.
Nach dem offiziellen Berichtsteil machte von Laffert eine Ausnahme von der Regel, keine Anwesenden innerhalb der Delegiertenversammlung zu verabschieden. In diesem Fall seien es aber insgesamt drei Personen, die teilweise mehr als 30 Jahre für die Hamburger Zahnärzte tätig waren: Birgit Gebers (Sozialbehörde Hamburg), Kammer-Justitiar Sven Hennings und Petra Reinhardt (Zahnärztekammer Hamburg). Im Namen der Hamburger Zahnärzteschaft dankte von Laffert in jeweils persönlichen Ansprachen für deren leidenschaftliches Wirken für die Hamburger Zahnärzteschaft und bei Frau Gebers für die gute Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde.
Haushaltsplan, Gremien, Regelpflichtbeitrag und weitere TOPs.
Nach der angemessenen Würdigung und zurück im offiziellen Teil der Sitzung stimmte das Gremium einstimmig dem entsprechenden Antrag zur Änderung der Wahlordnung zu, die nun auch Vorgaben für die elektronische Wahl enthält. Weiter beschloss die Versammlung eine Fortbildungsordnung, die auch Vorgaben für die Anerkennung externer Fortbildungsanbieter enthält. Zudem beschloss die Delegiertenversammlung die Erhöhung der Sitzungsgelder (analog zur Beschlussfassung der KZV) sowie die Anhebung der Aufwandsentschädigungen für Vorstand, Versorgungsausschuss und Referenten. Die DV verabschiedete ferner einstimmig den vorgelegten Kammerhaushalt 2025. Auch hat die Delegiertenversammlung einstimmig dem Vorschlag zugestimmt, den Regelpflichtbeitrag zum Versorgungswerk um 6,62 % zu erhöhen. Daraus errechnetet sich ein neuer Regelpflichtbeitrag von 19.067,80 Euro. Konkret steigt damit der monatliche Betrag ab 1. Januar 2025 um 98,68 Euro. Die DV stimmte ebenfalls über notwendige redaktionelle Änderungen der Prüfungsordnung für die Durchführung der Abschlussprüfung ZFA der Zahnärztekammer Hamburg ab und benannte neue Gutachter für den Bereich FAL
Die nächste Delegiertenversammlung ist für den 18. Juni 2025 angesetzt.